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Drei Produktionen hat das neue Mischpult in der Tonabteilung im Theater an der Wien, in der Sommerpause 2019 installiert, seit der Saisoneröffnung mitgespielt. Mit dem Einzug des Studer Vista 5 Black Edition (BE) Digitalpults erfolgte kein Systemwechsel, sondern vielmehr eine nachhaltige Erweiterung und Fortsetzung der bestehenden Anlage. Florian Bogner, Leiter Ton am Theater an der Wien, erklärte PROSPECT die Hintergründe und Vorteile des neuen Systems.

Im Theater an der Wien wurde zur neuen Saison ein neues Pult in Betrieb genommen und die bestehende Anlage erweitert. Foto: Theater an der Wien

„Das Vorgängermodell war bereits seit 2006 zur vollsten Zufriedenheit im Einsatz. Unser Wunsch war es nicht das Pult zu ersetzen, sondern das System zu erweitern. Die Oberfläche ist ähnlich wie beim alten Pult, das Vistonics System ist gleich geblieben, wir benötigten kaum eine Einschulungszeit! Unser Grundsetup konnte als Ausgangspunkt verwendet werden. Das Studer Vista 5 Black Edition bietet auch neue Features wie z. B. Fader Glow, je nach Funktion. Es hat aber keine spektakulären neuen Features, es ist ein solides System, kann alles was wir brauchen und bietet mehr Flexibilität. Wir haben jetzt viel mehr Inputs und Outputs und können in Zukunft auch Dante und Ravenna bedienen“ sagt Bogner über die Hintergründe der Neuinstallation, die in Zusammenarbeit mit seinem Team und Martin Schaffhauser von Studer Austria umgesetzt wurde.

Bogner erklärt zusätzliche Vorteile des neuen Konzepts: „Wir haben nicht nur ein neues Pult bekommen, sondern auch die Tonregie umgebaut und einen Raum zum Abhörstudio umfunktioniert. Das alte Pult kann als Recording-Pult verwendet werden, wenn wir es nicht als Backup-Pult brauchen und kann auf dieselbe Hardware wie das neue zugreifen. Wirtschaftlich und in Hinblick auf den Nachhaltigkeitsaspekt finde ich das interessant und wichtig. Mischpultsysteme sind nicht mehr so wie sich das die Leute vorstellen. Ein Mischpult, an dem man einfach ein paar XLR-Kabel ansteckt, gibt es nicht mehr, das sind mittlerweile Systeme mit im ganzen Haus verteilten Inputs und Outputs.  Wenn man einen Systemwechsel macht, heißt das, dass man das im ganzen Haus machen muss. Wir haben das bestehende System weiterverwendet aber ausgebaut, z. B. weitere Karten dazu gesteckt, damit wir an wichtigen Punkten mehr Kanäle haben. Die bisherige Orchester-Stagebox wird von uns mobil genutzt und wir haben eine neue im Orchestergraben dazu bekommen. Nächste Woche ist Nestroy-Verleihung im Haus, da verwenden wir die mobile Stagebox auf der Bühne für das VBW Orchester.“

Die Erweiterung hat einen Mehrwert für das Theater und die Mitarbeiter, Bogner und sein Team schätzen die neuen Möglichkeiten: „Ein riesengroßer Vorteil ist, dass wir nun dieses Studio haben, das wir vorher nicht hatten und dass die Tonregie neugestaltet wurde. Früher war es so, dass das Core, also das Herzstück des Mischpults, gleich neben dem Mischpult in der Regie stand und sowohl Wärme als auch einen Grundgeräuschpegel produziert hat. Das neue und das alte Core ist jetzt getrennt, im Geräteraum unterbracht und extra gekühlt. Das hat einen Mehrwert für das Theater und Arbeitssituation hat sich deutlich verbessert!“ (apb)

 

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