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 Im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie sind alle österreichischen Kunst- und Kultureinrichtungen seit Wochen geschlossen. Kulturschaffenden fehlt damit jegliche Grundlage zur Ausübung ihres Berufes, wodurch sie von der Krise besonders stark betroffen sind. 

Kulturschaffende trifft die Corona-Krise besonders stark. Foto: Pexels

Die neue Initiative „Stiftungen helfen Künstlern“ hilft rasch und unbürokratisch all jenen, die durch das staatliche Sicherheitsnetz fallen oder für die dieses nicht ausreicht. Die Gemeinnützige Privatstiftung Philanthropie Österreich möchte damit gemeinsam mit ihren Partnern einen Beitrag dafür leisten, dass Existenzen gesichert und die kulturelle Vielfalt hierzulande erhalten bleibt.

Auch in unseren Nachbarländern formieren sich zurzeit zivilgesellschaftliche Initiativen mit dem Ziel, der besonders stark betroffenen Berufsgruppe der Kulturschaffenden in der Krisenzeit unter die Arme zu greifen. Mit der Initiative ‚Stiftungen helfen Künstlern‘ möchten wir seitens des österreichischen Stiftungssektors sicherstellen, dass finanzielle Hilfe schnell und unbürokratisch bei wirklich allen Betroffenen ankommt.“, sagt Franz Harnoncourt-Unverzagt, Vorstandsvorsitzender der Philanthropie Österreich.

In Österreich bilden zwar der vor wenigen Tagen beschlossene Corona-Härtefallfonds und der Künstler-Sozialversicherungsfonds für viele Betroffene eine wichtige Unterstützung, doch nicht alle Künstlerinnen und Künstler erhalten dadurch die nötige Soforthilfe.

„Kunstschaffende sind Trapezartisten ohne Sicherungsseil. Umso wichtiger ist es, ihnen so viel Unterstützung wie nur möglich zukommen zu lassen.“, so Schriftstellerin Julya Rabinowich, welche die Initiative ebenso unterstützt wie Opernsängerin Angelika Kirschschlager: „Es ist die Kunst, die uns in Zeiten der Krise Atem holen lässt und die es uns ermöglicht, uns trotz allem als Mensch zu fühlen. Das dürfen wir nicht vergessen, jetzt nicht und überhaupt nie mehr!“

Unterstützung findet die Initiative auch bei Josef Ostermayer, Vorstandsvorsitzender der Leopold Museum Privatstiftung, ebenso wie bei Prof. Anna Badora, künstlerische Direktorin sowie Cay Stefan Urbanek, Kaufmännischer Direktor des Wiener Volkstheaters. Die 2019 gegründete Kärntner Kulturstiftung startet ebenfalls eine Unterstützungsaktion für betroffene Künstlerinnen und Künstler: „Kultur ist systemrelevant für unser soziales Miteinander. Kultur kann auch in Zeiten der räumlichen Isolation Grundbedürfnisse erfüllen, und Hoffnungsbilder zeichnen! Sehr oft geschieht dies – gerade jetzt – auf virtuellem Weg. Jede Österreicherin und jeder Österreicher kann mit einer Spende jetzt einen Beitrag leisten, dass existentiell bedrohten Kulturschaffenden in der Krise geholfen wird.“, sagt Monika Kircher, Vorständin der Kärntner Kulturstiftung.

Hilfe dort wo staatliche Maßnahmen nicht greifen

Bei der Initiative „Stiftungen helfen Künstlern“ können alle Kultur schaffenden Einzelpersonen einen Antrag auf Unterstützung stellen, die seitens des Corona-Härtefallfonds und des Künstler-Sozialversicherungsfonds aufgrund ihres rechtlichen Status keine Unterstützung erhalten. Ebenso können begründete Härtefälle eingebracht werden, wenn die Mittel aus den beiden Fonds nicht ausreichen, um die persönliche Lebenssituation abzusichern. Die Beurteilung der Vergabe erfolgt über einen Beirat. Alle Informationen über Antragskriterien und benötigte Unterlagen werden in den nächsten Tagen auf www.stiftung-oesterreich.at veröffentlicht. (apa)

 

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