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Sommerzeit ist Festspielzeit. Wir zeigen, wo es heuer was zu sehen und zu staunen gibt, welche Technik dabei zum Einsatz kommt und wer dafür verantwortlich ist.

Serie: Festspiele 2018

Festspiele bringen nicht nur großen monetären Nutzen für die Regionen, sondern den Opernfans heuer auch einige bühnentechnische Highlights.


Foto: Seefestspiele Mörbisch / JerzyBin

Jedes Jahr locken Festspiele an Seen, in Hauptstädten oder inmitten pittoresker Landschaftsidylle Millionen Kulturfans aus aller Welt nach Österreich. In wenigen Tagen startet die Grazer Styriarte mit einem „Opernfest, das alle Stückeln spielt“ – und mit einem außergewöhnlichen Bühnenbild aus Licht.

Styriarte Graz: 22. Juni – 22. Juli

Bei den steirischen Festspielen ist heuer eine barocke Opernrarität – Johann Joseph Fux erste erhaltene Oper „Julo Ascanio“ – beim Fux.OPERNFEST zu erleben. Das Bühnenbild gestalten die Grazer Videoperformancekünstler OchoReSotto, die für ihre Videowelten bekannt sind. Für das aus Bewegtbild und Videoprojektionen bestehende Bühnenbild baut das technische Team eine 26 m breite und 8 m hohe gekrümmte Projektionsfläche aus Holz. Das muschelförmige Gebilde ist hinter dem Orchester platziert und für die Lichtprojektionen mit einer Spezialfarbe bemalt, die ähnlich wie eine Black Pearl Folie die Videos von OchoReSotto reflektiert. Foto: Erste Bühnen-Orchester-Probe zu „Julo Ascanio“. Credit: Werner Kmetitsch

Tiroler Festspiele Erl: 5. – 29. Juli

Rossinis selten aufgeführtes Werk „Ermione“ kommt unter dem Dirigat von Gustav Kuhn zur Aufführung. Regie und Licht: Furore di Montegral. Bühnenbild: Peter Hans Felzmann. Foto: Peter Kitzbichler

Seefestspiele Mörbisch: 12. Juli – 25. August

Gräfin Mariza weckt mit dem Bühnenbild, der weltweit größten Geige, bereits jetzt hohe Erwartungen – mehr dazu im Serien-Beitrag „Die größte Geige der Welt“. Regie: Karl Absenger. Bühnenbild: Manfred Waba. Foto: Manfred Waba

Lehar Festspiele (Bad Ischl): 14. Juli – 2. September

Die Lehar Festspiele in Bad Ischl bringen u. a. „Die Blume von Hawaii“ (Regie: Thomas Enzinger) und „Land des Lächelns“ (Regie: Wolfgang Dosch) sowie live gespielte Filmmusik der Sissi-Filmtrilogie bei „Sissi in Concert“ in Verbindung mit originalen Filmausschnitten, Ballett und Schauspiel (Konzept: Thomas Enzinger, Andreas Ivancsics; Video, Grafik, Animation: Andreas Ivancsics). Foto: Stephan Huger

Innsbrucker Festwochen der Alten Musik und Ambraser Schlosskonzerte: 17. Juli – 27. August

Giuseppe Saverio Mercadantes Oper „Didone abbandonata“ (Die verlassene Dido) bringt heuer Innsbruck zum Klingen. Regie: Jürgen Flimm. Bühnenbild: Magdalena Gut. Foto: C.Gaio

Bregenzer Festspiele: 18. Juli – 20. August

Das technisch ausgeklügelte Bühnenbild von „Carmen“ begeistert auch heuer. Entworfen von Es Devlin besteht es u. a. aus 21 m hohen und 24 t schweren Händen, einer 6,3 m langen und dank LED-Scheinwerfern glühenden Zigarette mit einem Durchmesser von 72 cm sowie Nebelmaschinen, einer Drehbühne und versenkbaren und bis zu 3 m höhenverstellbaren Spielkarten. Vier Videoprojektoren (Christie Boxer 4K30) sorgen für die passenden Standbilder und Videos, zwei hochauflösende Digitalkameras filmen Live-Bilder in einer Bildauflösung von 4K (4.096 x 2.160 Pixel). Regisseur: Kasper Holten. Foto: Bregenzer Festspiele / Anja Köhler

Salzburger Festspiele: 20. Juli – 30. August

Auf bildgewaltiges und verstörendes Theater kann bei Romeo Castelluccis Inszenierung von Richard Strauss’ „Salome“ spekuliert werden. Regisseurin Lydia Steier hat für die Festspiele eine neue „Zauberflöten“-Version erarbeiten lassen, in der Bruno Ganz die Rolle des Märchenerzählers übernehmen wird. Auch die Neuinszenierungen von Hans Neuenfels (Tschaikowskis „Pique Dame“) oder Krzysztof Warlikowski (Henzes „The Bassarids“) locken Opernfans in die Salzburger Landeshauptstadt. Foto: Siemens

jOPERA – Jennersdorfer Festivalsommer: 2. – 12. August

Auf Schloss Tabor in Neuhaus am Klausenbach wird heuer Gioacchino Rossinis Oper „Der Barbier von Sevilla“ gespielt. Regie: Peter Pawlik. Bühnenbild: Thomas Kurz. Kostümbild: Anna-Sophie Lienbacher. Im Bild: Die Fledermaus (2016). Foto: Soswinski

Mehr Termine unter www.austria.info

Von Elisabeth Stuppnig

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