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Projection-Mapping kann im Theater völlig neue Effekte erzeugen. Diese drei Beispiele zeigen, was in verschiedenen Dimensionen möglich ist.

Serie: Projection-Mapping

Projection Mapping eröffnet neue kreative Möglichkeiten. Wir zeigen Beispiele und haben Tipps für gute Umsetzungen.


Projection Mapping eröffnet neue kreative Möglichkeiten – für Theater genauso wie für Gebäude oder Marketingaktionen. Hier: Ein 360-Grad-Mapping eines Tesla Model S vom Grazer Studio MINDCONSOLE. Foto: Mindconsole

Projection-Mapping, also das formgenaue Projizieren von Bildern auf eine nicht-flache Oberfläche, bietet für das Theater unzählige Möglichkeiten. Man kann das Szenenbild ändern, ohne auch nur einen Arbeiter auf die Bühne zu schicken, völlig surreale Umgebungen erschaffen und neue Möglichkeiten der Immersion bieten.

Um zu zeigen, was alles mit Projection Mapping möglich ist, haben wir drei Beispiele herausgesucht. Die zeigen fantastisch, welche Optionen diese Technologie birgt:

Mapping eines Atriums bei TEDx

Auf der TEDxJNJ – einem Ableger der Konferenz TED – hat das New Yorker Marketing Studio Bravo Media die Decke eines Atriums in ein Planetarium und noch mehr verwandelt. Dazu haben sie die einzelnen Paneele der Decke einzeln am Computer rekonstruiert.

Die Projektion beschränkt sich aber nicht auf die Decke, sondern zieht sich auch auf die Wände weiter. Dort sprießen so auf einmal Rosen und Banner flattern im Wind. Besonderes Highlight ist es hier zu beobachten, wie die Vertiefungen zum Teil der Projektion werden.

Eine Burg als Leinwand

Noch ein Stück weiter hat es das Creative Studio seeper getrieben. Anstelle sich auf einen Innenraum zu beschränken, haben die Londoner gleich eine Burg aus dem 11. Jahrhundert zu ihrer Leinwand gemacht. Dabei haben sie die Fassade nicht nur mit Bildern bestrahlt, sondern gleich den Eindruck erweckt, als würde sie von Formen übernommen werden.

Die 3D-Effekte auf Mont Orgueil Castle leben durch die kräftigen Farben und den abwechslungsreichen Ablauf. Kugeln folgen Klötzen und riesigen Luftschlangen, die durch die Fenster der Burg huschen. Laut eigenen Angaben hat seeper damit übrigens das „diskutierbar erste Projection Mapping im Vereinigten Königreich“ geschaffen.

Ein stehend rollendes Auto

Man braucht aber keinen ganzen Raum oder eine mittelalterliche Burg, um großartiges Projection Mapping zu ermöglichen. In einigen Beispielen im Marketing oder Ausstellungs-Design haben Studios nur wesentlich kleinere Objekte zur Verfügung. So zeigt das Studio MINDCONSOLE aus Graz mit ihrem 360-Grad-Mapping eines Tesla Model S, was in diesem Umfang machbar sein kann.

Dafür haben sie das E-Auto mit sieben Projektoren beschienen und damit einige surreale Effekte erschaffen. Unter anderem wirkt es durch eine optische Täuschung so, als würde es sich bewegen, obwohl es doch ruhig im Raum stehen bleibt.



Von Florian Born

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