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Die Stadt Graz suchte nach Silvesterprojekten, die alternativ zum Feuerwerk umgesetzt werden können – und lieferte eine spektakuläre Show, die 30.000 Menschen ins neue Jahr begleitete.

Foto: iVENTS/ Erwin Scheriau

Pünktlich um 19 Uhr erhob sich am 31. Dezember 2018 vor dem Rathaus in Graz eine 20 x 16 m große Wasserwand, die mit Videoprojektionen bespielt und musikalisch begleitet wurde. Erstmals seit vier Jahren wurde den Grazern wieder ein öffentliches Spektakel zu Silvester geboten, dass ohne Pyrotechnik und Feinstaub auskam. Hauptverantwortlich dafür war der erfahrene Showdesigner Mischael Anton von Consortium Eventtechnik: „Die Vorarbeit zur Show begann bereits im Sommer 2018. Da legten wir drei Showthemen fest, die Musik wurde geschnitten und wir haben begonnen Videocontent zu produzieren. Im Herbst startete ich mit der Programmierung der Shows in unserem Visualisierungsstudio.“ Am 28. Dezember 2018 wurde das ca. 30 t schwere Equipment vor dem Grazer Rathaus aufgebaut. „Ich habe von meinen Kollegen am Abend des 29. Dezembers das spielende System übernommen, mit dem Positionsupdate der einzelnen Fixtures begonnen und in den folgenden zwei Nächten die Shows aus der Visualisierung an die Realität angepasst“, so Anton.

Beeindruckende Wassertechnik

Am Silvesterabend sorgten 120 Düsen für ein Konzert an Fontänen – sieben davon schossen das Wasser 40 m mit Hochdruck in die Luft. Für die jeweils 20-minütigen Shows wurden 40.000 l Wasser in einem 20 m langen Becken aufbereitet. In Vollauslastung wälzten die dazugehörigen Pumpen 35.000 l Wasser pro Minute um. Die eingesetzte Wassertechnik wurde von Consortium Eventtechnik entwickelt und gebaut. „Die Herausforderung lag sowohl in der Temperatur als auch innerhalb der kurzen Zeit das Setup spielfertig zu machen. Beides haben wir bestens bewerkstelligt“, freut sich Anton über die gelungene Show. Geholfen dabei hat ihm die Erfahrung, die er mit der Technik im vergangenen Jahr sammeln konnte – u. a. beim Pyrofest in Moskau (Russland), beim Lightfestival in Doha (Katar), beim Zeller Seezauber in Zell am See (Salzburg), beim Warsteiner Elementarium (Deutschland) und bei der Klangwelle Bad Neuenahr (Deutschland). Der Showdesigner arbeitet bereits an dem nächsten Projekt: „Aktuell bereiten wir den Einsatz unserer Technik bei der Bundesgartenschau in Heilbronn (Deutschland) vor, wo wir ab März aufbauen werden.“

Wie die Kleine Zeitung berichtete, beliefen sich die Kosten für die Show auf 150.000 Euro. Den Großteil davon – 95.000 Euro – übernahm der Tourismusverband Graz, der das Event initiiert hat. 20.000 Euro steuerte die Stadt bei, der Rest kam von Land und privaten Sponsoren.

Die Technik im Überblick

Wassertechnik

  • 20 x Movestream 300 (bewegte und in der Höhe variabel verstellbare 20 m Wasserfontäne)
  • 7 x Movestream 500 (bewegte und in der Höhe variabel verstellbare 40 m Wasserfontäne)
  • 1 x PowerJet 250 (Wasserwand halbrund, 25 m breit, 18 m hoch)
  • 4 x RotoJet C 300 (Servo gesteuerte Rotationsdüsen, 18 m hoch, Rotation und Höhe variabel steuerbar)

Lichttechnik

  • 20 x Unterwasser LED Par vor dem Becken
  • 7 x Martin MAc2000 XB für die hohen Wasserfontänen
  • 12 x Beam Movinglights hinter dem Becken und am Rathhausbalkon
  • 24 x LED Wash Movinglights zum Ergänzen

Lasertechnik

  • 4 x HB Laser LightCube Series

Video

  • Barco HDQ2K40 – 40.000 Lumen

FOH

  • 1 x GrandMA2 Fullsize
  • 1 x GrandMA2 Light
  • 2 x GrandMA VPU Medienserver
  • 1 x Pangolin Beyond Ultimate Sever

Visualisierung

  • mittels Syncronorm Depence
Das Setup am Tag vor der großen Silvestershow vor dem Rathaus in Graz: Das 20 m lange Becken fasste 40.000 l Wasser für die drei, jeweils 20 Minuten langen Shows. Foto: CET

 

www.laser.at

Text Stefanie Pink

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