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Von 27. November 2019 bis 19. Jänner 2020 in Innsbruck entsteht in einer Lichtshow zweimal täglich die Welt mit all ihren Naturgewalten. Prospect sieht hinter die Kulissen der Produktion.

Die Bilder werden an die Innenhof Fassade der Hofburg auf 1.300 Quadratmeter Projektionsfläche projiziert. Foto: Innsbruck Werbung

Mächtig, rau und wild: Bei der Lightshow Mount Magic stehen Naturgewalten im Fokus. Im Innenhof der Kaiserlichen Hofburg in Innsbruck präsentierten sich von 27. November 2019 bis 19. Jänner 2020 die Entstehung des Urkontinents Pangäa, die damit verbundenen Vulkantätigkeiten, das bunte Treiben im Meer bis hin zu Eiszeiten. Die Bilder werden an die Innenhof Fassade der Hofburg auf 1.300 Quadratmeter Projektionsfläche projiziert.

Entführung in eine neue Welt

Das Kreativ-Unternehmen LICHTTAPETE war zum zweiten Mal für die Konzeption und Gestaltung der Lichtshow zuständig und erklärt den Schaffensprozess: „Die Grundintention einer derartigen Umsetzung liegt darin, den Betrachter in eine für ihn neue und fantastische Welt zu entführen. Als Ausgangsthema stand einerseits die Auseinandersetzung mit Naturgewalten, die zur Entstehung der Nordkette geführt haben, aber auch das freie künstlerische Spiel mit der bestehenden Fassade der Hofburg. Um der Geschichte einen roten Faden zu verleihen, haben wir als Protagonisten ein Murmeltier kreiert, das sich auf die Suche nach seiner Familie begibt und auf seiner Reise so manches durchlebt.“

Hofburg in 3D

Diese Reise wird durch sechs 20.000 Ansi Lumen Beamer der Marke Christie dargestellt, die Soundanlage ist von L Acoustics und hat 4x 1000 W. Um die Besucher mit dem fertigen Werk in der Hofburg auf eine phantastische Reise schicken und die Lichtshow auf die Architektur des Gebäudes anpassen zu können, wurde dieses bereits im vorigen Jahr gerastert und ein 3D-Modell der bestehenden Fassade mittels 3D-Software erstellt. Daraufhin wurden erste Mock-ups erstellt und die Szenen grob skizziert oder collagiert, woraus sich im nächsten Schritt die Erstellung der Szenenbilder in 2D oder 3D ergab. Die Szenen wurden dann in kleinen Größen animiert und gerendert, da es sich bei der gesamten 20-minütigen Show um wahnsinnig große Datenmengen handelt. „Es gibt in jedem Projekt Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Zugegebenermaßen laufen unsere Rechner im wahrsten Sinne des Wortes heiß. Die Renderzeiten für derartige Animationen sind sehr intensiv“, so LICHTTAPETE über den Schaffensprozess. Nachdem die einzelnen Szenen zusammengeführt wurden, wurden diese noch mit zusätzlichen Effekten versehen, bevor die Musikauswahl getroffen und die Effektsounds erstellt wurden. Insgesamt dauerte der Schaffensprozess für das Projekt knapp ein halbes Jahr.

Umfangreiche Technik

Der technische Aufwand dafür war groß, wie auch LICHTTAPETE berichtet: „Neben der höchst aufwendigen Technik bei der Präsentation, bestehend aus Beamern, Medienserver und Soundanlage, kommt eine umfangreiche Menge an Software bereits in der Erstellung zum Einsatz. Dies reicht von Bildbearbeitungsprogrammen, Software für Animation, spezielle 3D Bearbeitungsprogramme bis hin zu Tonbearbeitungstools. Insgesamt geht es allerdings nicht um den technischen Aspekt, sondern vor allem um die Idee und die Kreativität, die mittels dieser Werkzeuge umgesetzt werden.“ (sgl)

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